21 Juli 2006

Wie Einkaufen die Welt verbessert

Bio-Lebensmittel boomen schon seit längerem - doch auch in Sachen Bio-Mode tut sich nun etwas. Die Käufer von Öko-Klamotten sind keine wollsockentragenden, ungepflegten Gestalten mehr, sondern trendbewusste Endzwanziger, die gar nicht wissen, dass sie gerade „Öko“ in die Tüte packen. Denn dort, wo Öko drin steckt, soll es bitte nicht drauf stehen. Große Unternehmen wie „Otto“ investieren schon in den neuen Öko-Mode-Markt und Trendforscher sind sich sicher: Stylishe Bio-Kleidung gibt‘s bald in jedem Katalog.

Wo ist der nächste Öko-Mode-Shop?

Bio-Mode ist schick und trendy wie noch nie. Wenn auch Sie eine fair gehandelte oder ökologisch hergestellte Klamotte erstehen wollen, finden Sie hier den richtigen Shop in Ihrer Nähe.

Laden Sie die Shop-Adressen auf Ihr Handy!

Gerade unterwegs und in Shopping-Laune? Laden Sie sich doch einfach alle Öko-Shop-Adressen in Ihrer Nähe aufs Handy! Nur www.tocmag.com/ecofashion ins Mobiltelefon eingeben und losshoppen!
(Voraussetzung ist ein Handy mit Internet-Zugang)

20 Juli 2006

Find‘ die Ökos!

Graue Müsli-Mode, Jute-Sack und langweiliger Schlabber-Look - damit hat Bio-Mode längst nichts mehr zu tun. Öko und nicht Öko kann man allein vom Design heute kaum noch unterscheiden. Wer weiß, ob Ihre Kollegin nicht längst zum Öko mutiert ist. Testen Sie hier in der ersten Slide-Show, welcher Mode Sie den Öko-Stempel geben würden und sehen Sie in der zweiten Show, welches Produkt ihn tatsächlich verdient hat!



Sind Sie ein Weltverbesserer?

Die Welt verbessern - das hört sich ungefähr so einfach an, wie einen Oscar zu gewinnen. Dabei reicht schon ein bisschen Verstand beim Einkaufen, um der lieben Erde etwas Gutes zu tun. Wie viele Umweltsünden haben Sie denn zu beichten? Oder bekommen Welt und Mitmenschen von Ihnen täglich nur Streicheleinheiten?

1. Eine Freundin hat beim letzten Besuch ihre leere Schachtel Zigaretten bei Ihnen liegen gelassen. Wie entsorgen Sie die Schachtel?

a) Ich werfe sie in den einzigen Mülleimer, den ich habe. Da kommt sowieso alles rein.
b) Keine große Sache: Sie kommt in den gelben Sack.
c) Ich entferne die äußere Plastikhülle und werfe sie in den gelben Sack. Dann löse ich die innere Beschichtung und entscheide mich auch bei ihr für den gelben Sack. Die restliche Pappe landet in meiner extra dafür vorgesehenen Altpapier-Box.

2. Schon wieder Samstag – Zeit für den Einkauf. Wo kaufen Sie ein?

a) Ich kaufe alles beim Plus um die Ecke – Hauptsache kleine Preise.
b) Da ich meine Zeit nicht damit verschwenden will, auch noch zum Bioladen zu gehen, achte ich bei Obst und Gemüse im Supermarkt wenigstens darauf, dass es aus der Region kommt.
c) Weil ich weiß, dass viele Arbeiter beim Gemüseanbau in Spanien an den Spritzmitteln erkranken, kaufe ich Lebensmittel nur im Bioladen oder die Öko-Produkte der Discounter.

3. Mitten auf der Straße kollabiert eine ältere Frau und schlägt mit dem Kopf auf dem Asphalt auf. Sie stehen genau daneben. Ihre Reaktion?

a) Da ich leider keine Ahnung von Erster Hilfe habe, springe ich erschrocken zur Seite und lasse andere ran.
b) Verdammt, warum habe ich eigentlich alles von diesem Erste-Hilfe-Kurs vergessen? Morgen werde ich mich da anmelden – kann ja nicht sein, dass ich blöd herumstehe, wenn jemand Hilfe braucht!
c) Zielsicher gehe ich auf die Frau zu. Mein letzter Erste-Hilfe-Auffrischungskurs liegt erst ein paar Wochen zurück. „Platz da! Legt ihr die Beine hoch und gebt mir einen Verbandskasten für ihre Kopfwunde!“

4. Beim Stadtbummel fällt ihnen ein unglaublich sexy Kleid im Schaufenster eines Ladens ins Auge. Sie sehen sich darin schon als Blickfang auf der nächsten Cocktailparty. Was tun sie?

a) Keine Frage! Reingehen – anprobieren – kaufen!
b) Als erstes muss mal die Preisfrage geklärt werden. Wenn ich darin dann nicht aussehe, wie eine Presswurst und sich das Material gut anfühlt, wandert es in meinen Kleiderschrank. Juhu!
c) Tja, schade! Da dieser Laden keine ökologisch hergestellten Klamotten verkauft, Tausende von Bauern deshalb beim Anbau des Materials an Pestizidvergiftung sterben und wahrscheinlich auch noch Kinder für einen Hungerlohn daran genäht haben, muss ich leider verzichten. Da kaufe ich doch lieber reinen Gewissens ein trendy Kleid von Kuyichi.

5. Draußen ist es kalt und ungemütlich – der richtige Tag für eine heiße Wanne. Wie verbringen Sie Ihren Badetag?

a) Mit Büchern und Kerzen bewaffnet schließe ich mich stundenlang ins Badezimmer ein. Das Wasser muss ich dabei natürlich alle 30 Minuten auf Wohlfühl-Temperatur bringen…
b) Ein wunderbares Stündchen in der Wanne! Wird das Wasser zu kühl, kuschel ich mich gemütlich auf die Couch.
c) Alleine baden macht doch keinen Spaß! Ich entführe meinen Liebsten ins Badezimmer und lege uns schöne Musik auf…

6. Es ist Wahlsonntag und Ihre beste Freundin möchte mit Ihnen einen Tagesausflug in die Berge starten – vor 18 Uhr werden Sie nicht zurück sein. Was tun Sie?

a) Bewegung und Zeit mit Freunden ist wichtiger als die Wahl. Ich genieße das tolle Panorama in den Bergen- meine Stimme vermisst sowieso niemand.
b) Ich überrede meine Freundin, erst um 11.30 Uhr loszufahren- dann können wir vorher noch schnell ins Wahlbüro.
c) Ich muss mich noch gründlich informieren, wem ich meine Stimme geben möchte - da bleibt leider keine Zeit für Ausflüge. Meine Freundin nehme ich gleich mit zur Wahl.

7. Sie kommen am Montag ins Büro und Ihre Kollegen sind ohne echten Grund schlecht drauf. Wie reagieren Sie?

a) Die Woche fängt ja gut an! Allein vom Anblick der trüben Gesichter bin ich schon gereizt. Hoffentlich ist bald Mittagspause!
b) Wird schon wieder! Ich sage erstmal nichts und erledige meinen Kram. Warum den Tag vermiesen lassen?
c) Warum so mürrisch? Vorsichtig schenke ich jedem ein Lächeln – das bewirkt oft Wunder!

8. Im Park wollen Sie die Mittagspause genießen – aber ihre Lieblingsbank ist schon besetzt. Von einer alten Frau! Was tun Sie?

a) Ach, nee… ich will nun wirklich nichts hören von Magengeschwüren und den guten alten Zeiten. Ich ärgere mich und mache kehrt.
b) Ich nicke der Oma zu, setze mich ans andere Ende der Bank, stöpsele meinen iPod ein und schließe die Augen. Einfach entspannen...
c) Ich setze mich neben die alte Dame und lächle ihr zu. Ich frage sie, ob das auch ihr Lieblingspark ist und beginne so ein Gespräch. Interessiert mich einfach, was sie so bewegt!

9. Es ist früher Abend und Zeit für Ihre Lieblingssoap – aber die Fernbedienung streikt! Sie wechseln die Batterien aus. Nur: Wohin mit den alten?

a) Ich schmeiße sie schnell in den Restmüll – schließlich will ich den Anfang der Serie nicht verpassen!
b) Ich lege die Batterien neben mich… weiß gar nicht so genau, wie ich die später entsorgen soll.
c) Ich werfe sie direkt in meine Kiste für den Sondermüll. Dauert zwei Minuten – und so lange können meine Soapstars auf mich verzichten.


Auswertung:
Zählen Sie einfach nach, welchen Buchstaben Sie am häufigsten angeklickt haben und lesen Sie hier, ob Sie ein Weltverbesserer sind…

Typ A: Ist mir doch egal
Sie machen sich weder den winzigsten Gedanken über das Wohl Ihrer Mitmenschen noch achten Sie auf die Umwelt. Schlechter Start, aber nichts ist hoffnungslos. Auch in Ihnen steckt ein guter Mensch – lassen Sie ihn raus! Fangen Sie einfach klein an: Lächeln sie mal. Nehmen Sie nur jeden zweiten Tag ein Vollbad. Lernen Sie Fahrrad fahren. Später kommen dann trickreichere Aufgaben: Müll richtig trennen, Erste-Hilfe lernen und Öko-Klamotten kaufen. Keine Angst, Sie schaffen das! Um dranzubleiben dürfen Sie sich für jede bewältigte Aufgabe eine Belohung gönnen: Zum Beispiel ein Bier von Krombacher. Für jedes Bier rettet die Firma nämlich ein Stück Regenwald. Sie werden sehen: Weltverbessern ist gar nicht langweilig…

Typ B: Gerne – wenn’s mir was bringt
Na, das sieht doch gar nicht so schlecht aus! Scheint so, als wollten sie noch eine Weile auf dieser Erde leben und sich nicht ständig mit Gift voll stopfen. Sehr gut. Allerdings achten Sie meistens nur auf die Dinge in Ihrer unmittelbaren Umgebung und auf Ihren eigenen Vorteil. Schauen Sie sich doch mal den Film „Feed the World“ an und informieren Sie sich über die Zustände in der Welt. Kaufen Sie mal wieder beim Bauern ein, achten Sie mehr auf Fair-Trade-Lebensmittel. Anstatt fünf ausgewaschene Oberteile von H&M im Schrank hängen zu haben, leisten Sie sich ab und zu eine schicke Klamotte aus Bio-Baumwolle. Dann wird alles gut.

Typ C: You heal the world!
100 Punkte, Gratulation, Weltverbesserer auf Platz eins! Wenn alle so wären wie Sie, wäre unser Planet eine grüne Oase, Milch und Honig würde fließen, Autos wären gar nicht erst erfunden und für die Verwendung von Plastik würden Gefängnisstrafen drohen. Sie machen sich ernsthaft Gedanken um Ihre Umwelt – machen Sie weiter so und stecken Sie andere mit Ihrem charmanten Lächeln an! Weltverbesserer sind ja so sexy…

Öko ist sexy

Wie Sie mit Mode die Welt verbessern und dabei auch noch umwerfend aussehen, lesen Sie in der aktuellen ECHT. Gibt's ab 9. August 2007 für 1,90 Euro bei Ihrem Zeitschriftenhändler!

Eco-Fashion auf dem Laufsteg

Das ist Öko! Die erfolgreiche Bio-Designerin Deborah Lindquist aus L.A. präsentiert hier eine ihrer extravaganten Kollektionen - ein Muss für Fashion-Victims!

Grün, grün, grün, sind alle meine Kleider…

Die New Yorkerin Jill Danyelle zeigt in ihrem Blog, wie man sich mit wenig Geld mode- und umweltbewusst kleiden kann. Fast jeden Tag fotografiert sich die Eco-Lady mit einem neuen innovativen Outfit und präsentiert sich damit online. Sie ist ein echter Insider im Öko-Mode-Bereich und hält ihre Leser ständig über neue Entwicklungen, Labels und Umweltaktionen auf dem Laufenden. Hier beschreibt Jill Danyelle ihr schickes Outfit vom 15. Juli


Wie gut sind Sie im Fair-Trade-Shoppen?

Man übersieht sie relativ leicht, diese kleinen Zeichen auf den Waren im Supermarkt, die verraten, ob hier fair gehandelt wurde. Machen Sie sich fit für die nächste Shopping-Tour! Sammeln Sie so viele Fair-Trade-Produkte wie möglich ein - für jedes gibt's einen Bonuspunkt. Aber Vorsicht: Sammeln Sie ein falsches Produkt ein, wird Ihnen der Punkt wieder abgezogen…


Ralley starten

Mehr Infos zu fair gehandelten Produkten finden Sie bei
fair feels good

Öko-Socken: Gibt's sowas auch?

„Öko-Tex“ heißt das Logo, das in Form eines Schildchens am Kleidungsstück Bio-Mode garantiert. Ein Öko-Fan stellt auf dem Blog „almende“ sogar Socken mit dem Siegel vor:
„Bei diesen Sportsocken wird neben dem Öko-Tex 100 Standard auch noch extra darauf hingewiesen, dass sie frei von AZO-Farbstoffen sind.“

Wenn gute und schlechte Produkte sich verlieben…

Ein Qualitätsprodukt, umweltfreundlich hergestellt, Garantie auf Lebenszeit verliebt sich. Ausgerechnet in eine umweltschädliche Billigware aus dem Discounter - nach spätestens drei Jahren ist da Schluss, Liebeskummer vorherbestimmt. Das Video von onegreatmonkey zeigt, warum man Designer von Billigprodukten nicht unterstützen sollte! The Seduction of Sustainability

Kinderarbeit auf Baumwollplantagen

Bis zu 13 Stunden arbeiten sie täglich im Smog von Spritzmitteln, Schulbildung gibt es für sie nicht. Kinder, die auf Baumwollplantagen arbeiten müssen, ruinieren sich ihre Gesundheit und leben trotzdem in Armut. Die Realschule Freyung hat einen Blog erstellt, auf dem sie aktuelle Presse-Artikel über Kinderarbeit präsentiert.