20 Juli 2006

Sind Sie ein Weltverbesserer?

Die Welt verbessern - das hört sich ungefähr so einfach an, wie einen Oscar zu gewinnen. Dabei reicht schon ein bisschen Verstand beim Einkaufen, um der lieben Erde etwas Gutes zu tun. Wie viele Umweltsünden haben Sie denn zu beichten? Oder bekommen Welt und Mitmenschen von Ihnen täglich nur Streicheleinheiten?

1. Eine Freundin hat beim letzten Besuch ihre leere Schachtel Zigaretten bei Ihnen liegen gelassen. Wie entsorgen Sie die Schachtel?

a) Ich werfe sie in den einzigen Mülleimer, den ich habe. Da kommt sowieso alles rein.
b) Keine große Sache: Sie kommt in den gelben Sack.
c) Ich entferne die äußere Plastikhülle und werfe sie in den gelben Sack. Dann löse ich die innere Beschichtung und entscheide mich auch bei ihr für den gelben Sack. Die restliche Pappe landet in meiner extra dafür vorgesehenen Altpapier-Box.

2. Schon wieder Samstag – Zeit für den Einkauf. Wo kaufen Sie ein?

a) Ich kaufe alles beim Plus um die Ecke – Hauptsache kleine Preise.
b) Da ich meine Zeit nicht damit verschwenden will, auch noch zum Bioladen zu gehen, achte ich bei Obst und Gemüse im Supermarkt wenigstens darauf, dass es aus der Region kommt.
c) Weil ich weiß, dass viele Arbeiter beim Gemüseanbau in Spanien an den Spritzmitteln erkranken, kaufe ich Lebensmittel nur im Bioladen oder die Öko-Produkte der Discounter.

3. Mitten auf der Straße kollabiert eine ältere Frau und schlägt mit dem Kopf auf dem Asphalt auf. Sie stehen genau daneben. Ihre Reaktion?

a) Da ich leider keine Ahnung von Erster Hilfe habe, springe ich erschrocken zur Seite und lasse andere ran.
b) Verdammt, warum habe ich eigentlich alles von diesem Erste-Hilfe-Kurs vergessen? Morgen werde ich mich da anmelden – kann ja nicht sein, dass ich blöd herumstehe, wenn jemand Hilfe braucht!
c) Zielsicher gehe ich auf die Frau zu. Mein letzter Erste-Hilfe-Auffrischungskurs liegt erst ein paar Wochen zurück. „Platz da! Legt ihr die Beine hoch und gebt mir einen Verbandskasten für ihre Kopfwunde!“

4. Beim Stadtbummel fällt ihnen ein unglaublich sexy Kleid im Schaufenster eines Ladens ins Auge. Sie sehen sich darin schon als Blickfang auf der nächsten Cocktailparty. Was tun sie?

a) Keine Frage! Reingehen – anprobieren – kaufen!
b) Als erstes muss mal die Preisfrage geklärt werden. Wenn ich darin dann nicht aussehe, wie eine Presswurst und sich das Material gut anfühlt, wandert es in meinen Kleiderschrank. Juhu!
c) Tja, schade! Da dieser Laden keine ökologisch hergestellten Klamotten verkauft, Tausende von Bauern deshalb beim Anbau des Materials an Pestizidvergiftung sterben und wahrscheinlich auch noch Kinder für einen Hungerlohn daran genäht haben, muss ich leider verzichten. Da kaufe ich doch lieber reinen Gewissens ein trendy Kleid von Kuyichi.

5. Draußen ist es kalt und ungemütlich – der richtige Tag für eine heiße Wanne. Wie verbringen Sie Ihren Badetag?

a) Mit Büchern und Kerzen bewaffnet schließe ich mich stundenlang ins Badezimmer ein. Das Wasser muss ich dabei natürlich alle 30 Minuten auf Wohlfühl-Temperatur bringen…
b) Ein wunderbares Stündchen in der Wanne! Wird das Wasser zu kühl, kuschel ich mich gemütlich auf die Couch.
c) Alleine baden macht doch keinen Spaß! Ich entführe meinen Liebsten ins Badezimmer und lege uns schöne Musik auf…

6. Es ist Wahlsonntag und Ihre beste Freundin möchte mit Ihnen einen Tagesausflug in die Berge starten – vor 18 Uhr werden Sie nicht zurück sein. Was tun Sie?

a) Bewegung und Zeit mit Freunden ist wichtiger als die Wahl. Ich genieße das tolle Panorama in den Bergen- meine Stimme vermisst sowieso niemand.
b) Ich überrede meine Freundin, erst um 11.30 Uhr loszufahren- dann können wir vorher noch schnell ins Wahlbüro.
c) Ich muss mich noch gründlich informieren, wem ich meine Stimme geben möchte - da bleibt leider keine Zeit für Ausflüge. Meine Freundin nehme ich gleich mit zur Wahl.

7. Sie kommen am Montag ins Büro und Ihre Kollegen sind ohne echten Grund schlecht drauf. Wie reagieren Sie?

a) Die Woche fängt ja gut an! Allein vom Anblick der trüben Gesichter bin ich schon gereizt. Hoffentlich ist bald Mittagspause!
b) Wird schon wieder! Ich sage erstmal nichts und erledige meinen Kram. Warum den Tag vermiesen lassen?
c) Warum so mürrisch? Vorsichtig schenke ich jedem ein Lächeln – das bewirkt oft Wunder!

8. Im Park wollen Sie die Mittagspause genießen – aber ihre Lieblingsbank ist schon besetzt. Von einer alten Frau! Was tun Sie?

a) Ach, nee… ich will nun wirklich nichts hören von Magengeschwüren und den guten alten Zeiten. Ich ärgere mich und mache kehrt.
b) Ich nicke der Oma zu, setze mich ans andere Ende der Bank, stöpsele meinen iPod ein und schließe die Augen. Einfach entspannen...
c) Ich setze mich neben die alte Dame und lächle ihr zu. Ich frage sie, ob das auch ihr Lieblingspark ist und beginne so ein Gespräch. Interessiert mich einfach, was sie so bewegt!

9. Es ist früher Abend und Zeit für Ihre Lieblingssoap – aber die Fernbedienung streikt! Sie wechseln die Batterien aus. Nur: Wohin mit den alten?

a) Ich schmeiße sie schnell in den Restmüll – schließlich will ich den Anfang der Serie nicht verpassen!
b) Ich lege die Batterien neben mich… weiß gar nicht so genau, wie ich die später entsorgen soll.
c) Ich werfe sie direkt in meine Kiste für den Sondermüll. Dauert zwei Minuten – und so lange können meine Soapstars auf mich verzichten.


Auswertung:
Zählen Sie einfach nach, welchen Buchstaben Sie am häufigsten angeklickt haben und lesen Sie hier, ob Sie ein Weltverbesserer sind…

Typ A: Ist mir doch egal
Sie machen sich weder den winzigsten Gedanken über das Wohl Ihrer Mitmenschen noch achten Sie auf die Umwelt. Schlechter Start, aber nichts ist hoffnungslos. Auch in Ihnen steckt ein guter Mensch – lassen Sie ihn raus! Fangen Sie einfach klein an: Lächeln sie mal. Nehmen Sie nur jeden zweiten Tag ein Vollbad. Lernen Sie Fahrrad fahren. Später kommen dann trickreichere Aufgaben: Müll richtig trennen, Erste-Hilfe lernen und Öko-Klamotten kaufen. Keine Angst, Sie schaffen das! Um dranzubleiben dürfen Sie sich für jede bewältigte Aufgabe eine Belohung gönnen: Zum Beispiel ein Bier von Krombacher. Für jedes Bier rettet die Firma nämlich ein Stück Regenwald. Sie werden sehen: Weltverbessern ist gar nicht langweilig…

Typ B: Gerne – wenn’s mir was bringt
Na, das sieht doch gar nicht so schlecht aus! Scheint so, als wollten sie noch eine Weile auf dieser Erde leben und sich nicht ständig mit Gift voll stopfen. Sehr gut. Allerdings achten Sie meistens nur auf die Dinge in Ihrer unmittelbaren Umgebung und auf Ihren eigenen Vorteil. Schauen Sie sich doch mal den Film „Feed the World“ an und informieren Sie sich über die Zustände in der Welt. Kaufen Sie mal wieder beim Bauern ein, achten Sie mehr auf Fair-Trade-Lebensmittel. Anstatt fünf ausgewaschene Oberteile von H&M im Schrank hängen zu haben, leisten Sie sich ab und zu eine schicke Klamotte aus Bio-Baumwolle. Dann wird alles gut.

Typ C: You heal the world!
100 Punkte, Gratulation, Weltverbesserer auf Platz eins! Wenn alle so wären wie Sie, wäre unser Planet eine grüne Oase, Milch und Honig würde fließen, Autos wären gar nicht erst erfunden und für die Verwendung von Plastik würden Gefängnisstrafen drohen. Sie machen sich ernsthaft Gedanken um Ihre Umwelt – machen Sie weiter so und stecken Sie andere mit Ihrem charmanten Lächeln an! Weltverbesserer sind ja so sexy…

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